„Freie Schulen nicht diffamieren“

Bäumer: „Berechnung mehr als unseriös!“

22.08.2013, 22:03 Uhr | Osnabrück

 Der Vorsitzender der CDU/FDP/UWG-Gruppe im Landkreis Osnabrück, Martin Bäumer, hat davor gewarnt, die in der Ausbildung der Heilerziehungspflege tätigen privaten Schulen zu diffamieren. Anlass ist der Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom heutigen Tag, in der der Leiter der Berufsbildenden Schule Haste, Peter Befeldt, die Einrichtung des neuen Ausbildungszweiges „Heilerziehungspflege im dualen System“ an der BBS Haste vorstellt.
Ein kostenloses Angebot muss, nach Einschätzung von Martin Bäumer, für Schüler nicht zwingend besser sein.

„Auch frei getragene Schulen leisten bei der Ausbildung hervorragende Arbeit. Darüber hinaus gibt es Modelle, in denen Schüler/innen durch praktische Arbeit in der Einrichtung ihr Schulgeld refinanzieren können“, so Martin Bäumer.
Für mehr als unseriös erklärte der Gruppensprecher Martin Bäumer die Berechnung von Peter Befeldt, wonach der Besuch der BBS Haste für die Schüler persönlich einen wirtschaftlichen Vorteil  in Höhe von 22.000 € bedeutet.

Als unsinnig bezeichnete es Bäumer, Angebote der Heilerziehung nur in der Stadt Osnabrück zu konzentrieren. Bäumer regte an, die Angelegenheit an einen runden Tisch mit allen Betroffenen zu besprechen, um die entsprechenden Bedarfe zu ermitteln. „Was bringt ein kostenloses Angebot, wenn man dafür von Bersenbrück nach Haste fahren muss“, so Martin Bäumer.