Konsequente Regulierung invasiver Arten und gezielte Förderung des Naturschutzes gefordert
Die zunehmende Ausbreitung invasiver Tierarten wie Nutria, Marderhund und Waschbär stellt den Landkreis Osnabrück weiterhin vor große Herausforderungen. Durch diese Arten entstehen erhebliche Schäden an Gewässerufern sowie an heimischen Tierbeständen. Aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion ist daher eine kontrollierte und fachlich begleitete Bestandsregulierung zwingend erforderlich.
„Nur durch eine gezielte Regulierung können weitere ökologische und wirtschaftliche Schäden verhindert werden“, erklärt der umweltpolitische Sprecher Heinrich Niederniehaus. „Die Unterstützung entsprechender Maßnahmen entlastet die Jägerschaft spürbar und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Schadensverhinderung sowie zum Schutz der Umwelt“, so Niederniehaus abschließend.
Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU-Kreistagsfraktion, dass der Landkreis Osnabrück Maßnahmen zur Regulierung invasiver Arten und zur Förderung der Artenvielfalt mit einem Betrag von 50.000 Euro unterstützt. Die Finanzierung soll aus den Mehreinnahmen der Jägerprüfung erfolgen. Mit den Mitteln sollen u. a. ein Förderprogramm für tierschutzgerechte Lebendfallen mit modernen Fallenmeldesystemen umgesetzt sowie Auswilderungs- und Rebhuhnschutzprojekte und die Bereitstellung von Nisthilfen für Bodenbrüter unterstützt werden. Ziel ist es, sowohl eine effektive und waidgerechte Bestandsregulierung sicherzustellen als auch den Rückgang der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft wirksam zu bekämpfen.
„In Verbindung mit flankierenden Naturschutzprojekten, die unter anderem durch die Naturschutzstiftung gefördert werden können, sehen wir gute Chancen, die biologische Vielfalt im Landkreis Osnabrück langfristig zu erhalten und nachhaltig zu stärken“, so der Fraktionsvorsitzende Johannes Eichholz.