CDU-Kreistagsfraktion Osnabrück

Haushaltsdisziplin statt Stellenausbau

Heben von Effizienzreserven

Angesichts der angespannten Finanzlage des Landkreises Osnabrück fordert die CDU-Kreistagsfraktion eine deutliche Kurskorrektur in der Personalpolitik sowie eine konsequentere Nutzung von Effizienzreserven in der Kreisverwaltung.

„Wir wollen ein klares Zeichen für mehr Haushaltsdisziplin setzen. In der öffentlichen Verwaltung ist das Personal der größte Kostenfaktor“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Johannes Koop.

Konkret soll der Gesamtansatz der Personalaufwendungen im Haushalt 2026 um zwei Prozent auf 95,97 Millionen Euro reduziert werden. Gleichzeitig soll auch die Gesamtzahl der Stellen im Stellenplan um zwei Prozent sinken und künftig nicht weiter anwachsen. Eine Ausweitung höher dotierter Stellen ab der Besoldungsgruppe A13 wird ausdrücklich ausgeschlossen.

„Der stetige Stellenausbau in der Kreisverwaltung ist finanziell nicht mehr zu verantworten. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass wir sorgsam mit Steuergeldern umgehen und uns auf die wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren“, erklärt Johannes Eichholz, ebenfalls Fraktionsvorsitzender.

Zugleich sieht die CDU-Kreistagsfraktion auch die Hauptverwaltungsbeamtin in der Verantwortung, die Verwaltung strategisch weiterzuentwickeln. Es gehe nicht allein um Einsparungen, sondern darum, die Organisation insgesamt leistungsfähiger aufzustellen. „Führungsverantwortung bedeutet gerade in finanziell schwierigen Zeiten, die Verwaltung zu entlasten, Spielräume zu identifizieren und Prozesse konsequent zu verschlanken“, so Eichholz. Ziel müsse es sein, Doppelstrukturen abzubauen, Prioritäten klarer zu setzen und vorhandene Ressourcen effizienter einzusetzen.

Darüber hinaus soll die Verwaltung bis zur nächsten Kreistagssitzung ein Konzept vorlegen, wie vorhandene Effizienzreserven kurzfristig stärker gehoben werden können. Dabei sollen insbesondere der Einsatz moderner Technologien sowie schnellere Wiederbesetzungen von Schlüsselpositionen berücksichtigt werden. Ziel ist es, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Landkreises langfristig zu sichern und ein Haushaltssicherungskonzept in den kommenden Jahren zu vermeiden.

„Wir brauchen keine immer größere Verwaltung, sondern eine effizientere. Digitalisierung, klare Prioritätensetzung und ein modernes Personalmanagement sind die Schlüssel, um mit begrenzten Ressourcen mehr Wirkung zu erzielen“, so Eichholz abschließend.