Konsolidierung der Kreishaussanierung im Landkreis Osnabrück
Der Kreistag hat im vergangenen Jahr – gegen die Stimmen der CDU-Kreistagsfraktion – die umfassende Sanierung des Kreishauses beschlossen. Die Mehrheit im Kreistag des Landkreis Osnabrück stellte dafür ein Investitionsvolumen von über 100 Millionen Euro in Aussicht.
„Ein wirklich sorgsamer Umgang mit dem Steuergeld unserer Bürgerinnen und Bürger sieht anders aus. Wir haben uns als CDU-Kreistagsfraktion von Beginn an für eine Sanierung nach dem Minimalprinzip eingesetzt“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Johannes Eichholz.
Angesichts der angespannten Haushaltslage ist es aus Sicht der CDU nun zwingend erforderlich, die im Haushalt 2026 eingeplanten Mittel zu überprüfen und das Gesamtvolumen der Maßnahme konsequent am tatsächlichen Bedarf auszurichten. Ziel ist es, Einsparpotenziale zu heben und die Planungen realistisch sowie verantwortungsbewusst nachzuschärfen.
„In einem Verfahren, das sich über mehr als sieben Jahre erstreckt, muss es möglich sein, an entscheidenden Punkten neu zu justieren. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig – denn es ist ihr Geld, das hier investiert wird“, so Eichholz weiter.
Kritisch zu hinterfragen ist insbesondere der bislang zugrunde gelegte Raumbedarf. Durch den Auszug der Rettungsleitstelle entstehen zusätzliche Flächen von rund 1.500 Quadratmetern, die in den bisherigen Planungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Zudem haben sich die Arbeitsrealitäten in der Kreisverwaltung spürbar verändert: Flexible Arbeitsmodelle und mobiles Arbeiten führen dazu, dass Büroräume vielerorts nicht mehr dauerhaft ausgelastet sind.
Vor diesem Hintergrund sollten alle realistischen Reduzierungsmöglichkeiten konsequent in die weiteren Planungen einfließen, um das Sanierungsvolumen entsprechend anzupassen.
„Jetzt besteht die Chance, die Haushaltsansätze deutlich zu reduzieren und an die tatsächlichen Bedarfe anzupassen“, betont der finanzpolitische Sprecher Marcus Unger. „So können wir konkrete Einsparungen erzielen und unserer Verantwortung gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gerecht werden“, so Unger abschließend.